Leseprobe

 

 

... Wir unterscheiden uns von den großen 'Menschensöhnen', den Lichtausträgern vor allem durch unsere noch mangelhafte Transparenz. Was dem Massenmenschen fehlt, ist ein bewußtes 'Ja' zu seiner Eigenschaft als Lichtträger. Erst durch dieses Ja können wir von der unbewußten Trägerschaft über die bewußte Trägerschaft zur Verwirklichung und Verkörperung des Gotteskeimes in uns gelangen.

 

Genauso wie ein Baumsamenkorn das ganze Potential einer mächtigen, zwanzig Meter hohen Eiche in sich birgt, so birgt das 'multidimensionale Keimatom' in unserem Herzen das 'Konzept' und die bildnerische Kraft eines göttliches Menschen in sich. ER ist also bereits vorhanden, aber wir haben uns noch nicht 'mit ihm bekleidet', wie Paulus es ausdrückte, wenn er vom 'Anziehen des Christuswesen' sprach. Heute jedoch geht es um mehr als bloße Einkörperung. Es geht vielmehr um Verkörperung. Verkörperung auch nicht bei den großen Einkörperungen der Vergangenheit nur durch Einzelne, sondern Verkörperungen durch möglichst viele Menschen. Denn ein Lichtträger, ein Avatar, ist potentiell jeder Mensch. Die Allperson lebt in jedem Wesen. Jesus, der ein Chrestos, ein Lichtträger war, gab uns ein Beispiel. Wir sind zur Nachfolge aufgefordert. 'Be an do', sei es und tu es, so umriß Aurobindo sehr knapp die korrekte Realisierung unseres inneren Potentials.

 

Unsere Körper sind die 'Tempel des innewohnenden' Gottes'. 'Wißt Ihr das nicht?', fragte Jesus seine Zeitgenossen. "IM KÖRPER MÜSSEN WIR UNS TRANSFORMIEREN; DENN WENN GOTT NICHT IN DER KLEINSTEN ZELLE WOHNT; DANN WOHNT ER NIRGENDWO..." Der Unterschied zwischen 'Einkörperung' und 'Verkörperung' ist deutlich. Er ist von gewaltiger gradueller Bedeutung. Durch die Verkörperung wird nicht nur ein 'innewohnen' deutlich, sondern es findet die Fleischwerdung des Innewohnenden statt, die 'Fleischwerdung Gottes'.

 

Nun ist das zwar ein schier ungeheuerlicher Satz, aber nur so können wir schließlich die 'Auferstehung des Fleisches' verstehen, dieses zum unerträglichen Kirchendogma verkommene ewige Versprechen! Nicht ein Wiederauferstehen und Funktionieren der verwesten Leiber, kein makabrer 'Totentanz' ist hier gemeint, sondern die Transformation der Materie, ihre 'Wiederangleichung' an die Frequenz des Allbewußtseins! 'Dies Verwesliche muß anziehn das Unverwesliche' (Paulus).

 

Es ist die Auflösung des materiellen Dichtigkeitszustandes in einen anderen Zustand, die Verwandlung von Materie in Geist, aber auch umgekehrt, die Verkörperung des Geistes. Es geht sowohl um eine Entstofflichung der alten Struktur als auch um eine Verstofflichung im Sinne von Manifestation des Neuen...

 

 

Die Geburt der transhumanen Menschen

Rainer Püschel

ISBN 3-88518-030-8

Preis 10,50 €

 

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